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Alle Jahre wieder ist es so weit – der Black Friday ist da. Der Tag im Jahr, an dem wir von allen Seiten mit Schnäppchen, Angeboten und Rabatten bombardiert werden. Sicher schlagen wir bei der Gelegenheit auch gerne zu, doch auf der Anbieterseite kann das Ausweisen von Rabatten und Preisnachlässen schnell zur Falle für das Geschäft werden. Warum, erfährst Du in diesem Beitrag!

Was ist der Black Friday überhaupt?

 

Der Black Friday, auf Deutsch Schwarzer Freitag, stammt ursprünglich aus den USA und fällt immer auf den Freitag nach dem ebenfalls amerikanischen Feiertag Thanksgiving. Da dieser Freitag traditionell den Beginn der Weihnachtszeit einläutet und die Amerikaner ihn häufig nutzen, um bereits die ersten Geschenke zu kaufen, regt der Einzelhandel mit den Rabatten am Black Friday zusätzlich die Kaufbereitschaft der Kundinnen und Kunden an.

In Deutschland hat der Black Friday besonders in den letzten 10 Jahren an Bedeutung gewonnen und findet gerade im B2C-Bereich (Business-to-Customer) sowohl online als auch offline eine hohe Nachfrage bei den Kunden.

Black Friday im Business-to-Business

 

Aufgrund der Herkunft des Black Friday sind Angebote im B2B Geschäft eher untypisch. Dennoch werben viele Marken und Unternehmen seit einigen Jahren mit Rabatten bei ihren Geschäftskunden, um im Jahresendspurt noch einmal die Verkäufe anzuregen.

Die Gründe dafür sind naheliegend. Jeder Geschäftskunde ist eben auch Verbraucher. Das bedeutet, dass die Erwartungshaltung gegenüber Angeboten prinzipiell schon einmal in den Köpfen der Menschen ist. Diese Erwartungshaltung zu erfüllen, ist erstmal ein logischer Schritt. Auch die Verkäufe zum Jahresende nochmal ankurbeln zu wollen, bedarf vermutlich für jeden Unternehmer und jede Unternehmerin keiner größeren Erklärung.

Doch macht es bei jedem Produkt und jeder Dienstleistung Sinn, Angebote zum Black Friday zu erwägen?

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Das tückische an Black Friday Rabatten

 

Sicher kann es in einem automatisierten Onlineshop Sinn machen, Black Friday Angebote auszuweisen. Gerade, wenn Du Produkte verkaufst, die darauf ausgelegt sind, sie auf Masse und wiederholend zu verkaufen. Auch Auslaufartikel rabattiert zu vertreiben, macht sowohl für Dich als auch für Deine Kunden Sinn. Schwierig wird es jedoch, wenn Du hochpreisige Produkte und individuelle Dienstleistungen hast.

Bei Produkten, die Du immer wieder verkaufst und bei denen Du auch keine Diskussion mit Deinen Kunden über die Wertigkeit des Produktes hast, sind Rabattaktionen am Black Friday überhaupt kein Problem. Wenn Apple am Black Friday das Iphone für 1000€ statt 1500€ verkauft, stellen wir die Wertigkeit des Handys nicht in Frage und beschweren uns auch nicht, wenn das Iphone zwei Tage später wieder seinen alten Preis hat.

Wenn Du jedoch beispielsweise Dein Coaching oder Deinen Maßanzug am Black Friday für 500€ weniger verkaufst, läufst Du schnell Gefahr, nach dem Black Friday mit Deinen Kunden in eine Diskussion über die tatsächliche Wertigkeit Deiner Dienstleistung bzw. Deines Produktes zu geraten.

Das Gleiche gilt im übrigen mit Rabattaktionen zu sonstigen Ereignissen. Wenn wir unsere Dienstleistungen regelmäßig zum Black Friday, zum Neujahr, zu Ostern, zu den Sommerferien und zu Weihnachten günstiger verkaufen, konditionieren wir unsere Kunden darauf erst bei uns zu kaufen, wenn wir mal wieder eine Rabattaktion haben. Das Problem dabei ist, dass Du sehr wahrscheinlich auch den Rest des Jahres Umsatz machen möchtest. Das wird dann jedoch schwieriger, weil Du die besagte Preisdiskussion mit den übrigen Kunden führen musst, die den gleichen Preis wie zur Rabattaktion Deiner Wahl haben wollen.

Fazit

 

Aktionen zu bestimmten Feiertagen können sicher ein guter Katalysator sein, um bestimmte Produkte zu vertreiben. Deine hochwertigen Produkte oder Dienstleistungen solltest Du jedoch von jeglichen Rabatten schützen. Sie sind es wert. Und Du solltest es Dir ebenfalls wert sein!

Du hast noch eine Frage zu dem Thema oder möchtest konkret Hilfe, damit Du zukünftig keine Preisdiskussionen mit Deinen Kunden mehr hast? Dann schreib uns eine Mail!