„Den Kunden ruf ich morgen an“ – Die aktive Verkaufszeit als schnellster Wachstumshebel

Foto von Anna Voelske - Lesezeit: 4 Minuten

Wie viele Stunden in der Woche verkaufst Du wirklich?

Viele Selbstständige sind die ganze Woche beschäftigt und wundern sich, dass sie trotzdem keinen Umsatz erzielen und wachsen.
Grund dafür ist häufig, dass sie die meiste Zeit Tätigkeiten nachgehen, die kein Einkommen produzieren.

Sie basteln Social Media Beiträge, machen Buchhaltung, lassen Fotos machen etc.
Am Ende bleiben vielleicht 1-2 Stunden in der Woche, in der sie aktiv verkaufen und Kunden anrufen.

Versteh mich nicht falsch: Buchhaltung und gepflegte Profile & Websites gehören definitiv zum Geschäft dazu. Sind jedoch zweitrangig, wenn Du Dir Gedanken darüber machen musst, wie Du nächsten Monat die Miete bezahlst.

Für viele Selbstständige ist es nicht so simpel, wie es klingt.

Mehr Akquise zu machen, klingt auf den ersten Blick total simpel, ist es für viele Selbständige allerdings nicht. Warum ist das so? Für viele bedeuten 1-2 Stunden Akquise in der Woche schon massive Überwindung, weil es zahlreiche Menschen gibt, die mit Kaltakquise und dem Anrufen von fremden Leuten negative Gefühle verbinden.

Wir bekommen seit frühester Kindheit negative Glaubenssätze über Verkäuferinnen und Verkäufer vermittelt. Anrufer werden abgewimmelt, die Tür wird nicht geöffnet, wenn der Vertreter davorsteht und in Zeichentrickserien ist es häufig der alte Unternehmer, der als Bösewicht gegen die Kinder gehandelt wird. Auch wenn wir diese Gedanken rational als Erwachsene ablegen, so bleiben sie dennoch emotional in uns verankert. Das ist schlicht der Psychologie hinter Kindheitserfahrungen geschuldet.

Diese Glaubenssätze sind jedoch nicht unüberwindbar. Es funktioniert in der Tat, sie durch positive Überzeugungen zu ersetzen. Es braucht lediglich etwas Zeit und ein paar wenige, aber intensive Erfahrungen, die wir mit den neuen Glaubenssätzen verbinden.

Also ein Grund noch mit der Akquise zu warten?

Mit Nichten! Denn ein sehr mächtiges Erlebnis, das bei Dir positive Glaubenssätze verankern kann, ist der Erfolg eines Kunden oder einer Kundin. Wenn Du die Gewissheit hast, dass Du einem Menschen mit Deiner Dienstleistung nachhaltig helfen konntest und sie oder er nun ein besseres Leben führt, so kann es für Dich ein Antrieb sein, auch anderen Menschen diese höhere Lebensqualität näherbringen zu wollen. In der Selbstwahrnehmung wirst Du so vom Bittsteller zum Lösungsbringer.

Und damit Deine aktive Verkaufszeit von 1-2 Stunden in der Woche schrittweise zu einer Stunde am Tag zu erhöhen, wird dafür sorgen, dass Du mehr Aufträge schreibst. Und damit auch mehr positive Referenzen schaffst, sodass Dir das akquirieren immer leichter fällt. Das ist simple Mathematik.

Wird man diese Glaubenssätze noch schneller los?

Prinzipiell ist das ein Prozess, der Zeit und Geduld braucht. Wir haben allerdings auch schon in unseren Seminaren erlebt, wie Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre negativen Glaubenssätze über Nacht mit positiven überschrieben haben. Auch das ist ein sehr intensiver Prozess im Seminar, wirkt aber gerade auf Grund seiner Intensität noch schneller als mühsam gute Erfahrungen zu sammeln. Dabei geht es darum, die eigene Wertigkeit zu erkennen und zu verinnerlichen. Etwas, womit viele in unserer heutigen Zeit des ständigen Vergleichens durchaus Probleme haben.

Schließlich musst Du für Dich entscheiden, welcher Dein Weg sein soll. Bringst Du die Geduld und die Disziplin mit über Monate in den leicht säuerlichen Apfel zu beißen bis Du nach und nach positive Referenzerfahrungen aufbaust oder traust Du es Dir zu über einige Tage intensiv an Dir und Deinen Glaubenssätzen zu arbeiten um alte und unbewusste Ketten zu sprengen? Du entscheidest!

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